Der wilde Norden Thailands. Die Grenzregion zu den Ländern Burma und Laos war in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts berühmt-berüchtigt für Schlafmohnanbau und Heroinproduktion. Wohl auch deshalb ranken viele Legenden um die Provinz rund um die Hauptstadt Chiang Rai.
Doch davon bekommt man als Radreisender natürlich nichts mit. Alles ist - wie eigentlich überall in Thailands ländlichen Regionen - entspannt, friedlich und zivil. Einzig die gelegentlichen Polizei-Checkposts auf den Straßen nahe des Grenzverlaufs in den Bergen oder am Mekhong lassen der Fantasie über mögliche Schmuggelaktivitäten freien Lauf.
Und so lässt sich dann auch eine Radtour genießen, die alles hat, was das Radfahrerherz höher schlagen lässt: Touren durch atemberaubend schöne Landschaften, teils knackige Anstiege in die Heimat der Bergvölker, in Orte wie Mae Salong oder Phu Chi Fah, zu Sehenswürdigkeiten wie dem nördlichsten Punkt des Landes oder dem eigentlichen Goldenen Dreieck, der Punkt, an dem man über den Mekhong hinweg nach Burma und Laos sieht.
Reisezeit:
05. - 12. Dezember 2010
Preis:
€ 630,00 p.P. im DZ
(Einzelzimmerzuschlag € 140,00)
Teilnehmerzahl: 4-10 Personen
Anmeldeschluss: 31. Oktober 2010
Unsere Leistungen
- Transfer vom und zum Flughafen Chiang Rai
- 2 Übernachtungen mit Frühstücksbüffet in einem First-Class-Hotel in Chiang Rai
- 5 Übernachtungen mit Frühstück in der jeweils bestmöglichen Unterkunft (Hotel, Resort)
- Begleitbus mit Fahrer
- Verpflegung, Proviant und Getränke unterwegs
- ortskundiger Radsportferien Tourguide
- Mechanikerservice
- Optional: Auf Wunsch buchen wir für Sie einen geeigneten Inlandsflug z.B. von Bangkok nach Chiang Rai und zurück
Tourinfos
- Kondition und Erfahrung mit dem Rennrad werden vorausgesetzt
- 6 Tagestouren
- 3 Bergetappen, davon 2 mit teils sehr steilen Anstiegen
- 3 relativ flache Etappen
- 710 Gesamtkilometer
- 8.500 Höhenmeter bergauf
- Trocken-warmes Klima, ø ca. 25°C
- Kälteste Temperaturen Nachts ca. 15°C. Entsprechende Wärmekleidung (Weste/Jacke) vorsehen, da Restaurants häufig Open Air sind
- Intensive Sonnenstrahlung: starken Sonnenschutz verwenden
Chiang Rai
Die Hauptstadt der nördlichsten Region Thailands liegt etwa 730 km von Bangkok entfernt in einer Hochebene auf gut 400 Metern Höhe. In der ganzen Provinz wohnen etwas mehr als 130.000 Menschen, die Stadt selbst ist übersichtlich und angenehm. Als Ziel für Kultur- und Outdoor-Touristen verfügt sie über eine gute Infrastruktur von Hotelunterkünften, Restaurants und Cafés. Auf dem Nachtmarkt werden Textilien, Kunsthandwerk und Holzschnitzereien angeboten, für die der Norden bekannt ist.
Unser Hotel liegt nur zwei Minuten zu Fuß vom Nachtmarkt, dem eigentlichen Zentrum, entfernt.
Vor Ort gibt es aufgrund des zunehmenden Radtourismus zwischenzeitlich auch schon sehr gut sortierte Radläden mit ausgezeichnetem Mechanikerservice.
Goldenes Dreieck
Das Goldene Dreieck ist die gesamte Regions rings um die Provinzhauptstadt Chiang Rai, im Grenzgebiet zu Burma und Laos. Während der sechs Tage unserer Tour fahren wir einen weit gezogenen Kreis um Chiang Rai und dabei beeindruckende Naturerlebnisse wie Panoramablicke tief in die Berge und Wälder Burmas, Passstraßen in tropischer Vegetation oder Fahrten entlang des sagenumwobenen Flusses Mekhong.
Dabei sind wir trotzdem nie allzu weit von Chiang Mai und damit der Zivilisation entfernt. Im eiligen Fall kann der Minibus meist binnen zwei Stunden die Hauptstadt erreichen.
Tourenplan
1. Tag: Individuelle Anreise nach Chiang Rai, Bei Flug Transfer zum Hotel, Vorstellungsrunde, Tourenerläuterung, Bummel und Abendessen am Nachtmarkt, hoch kalorienhaltiger Eisbecher im Swensen's, Thai Massage zur Lockerung der Muskeln,...
2. Tag: Chiang Rai - Thaton
(150 km, 1.000 hm)
Wir verlassen unseren Ausgangsort Chiang Rai in Richtung Südwest, zunächst etwa 30 km flach, anschließend 20 km leicht wellig . Bei Mae Saruai biegen wir rechts ab und es beginnt ein langer, stetiger Anstieg in die Bergwelt des Doi Wiang Pha Nationalparks. Höchster Punkt bei ca. 1000 MüM. Es folgt eine lange und nicht steile Abfahrt, die in engen Schlangenlinien talwärts führt.
Nach der Mittagseinkehr geht es noch 45 km bis zum Zielort Tha Ton. Unser Bungalowresort, von einem freundlichen, älteren Franzosen liebevoll eingerichtet, liegt mit traumhaften Blick hoch über dem Mae Kok River.
3. Tag: Thaton – Mae Salong – Huay Kray
(95 km, ca. 2.500 hm)
Es steht ein Tag der Herausforderungen an!
Zwar haben wir noch 20 Kilometer flache Schonfrist, aber dann sind echte Steherqualitäten auf dem Weg nach Mae Salong gefragt. Zwar sind es bis dahin nur drei Anstiege à 300-400 Höhenmeter, doch die Rampen bisweilen von einer Neigung, die man als Alpenpassfahrer nicht kennt. Bei über 15% Steigung auf über einem Kilometer ist man sicherlich für eine Kompaktkurbel oder Dreifachschaltung dankbar.
In Mae Salong angekommen, ist dann das Gröbste geschafft. Es folgen zwar weitere schroffe Anstiege, doch gilt es hier hauptsächlich, jeweils seinen Rhythmus zu finden. Belohnt wird man zwischendurch immer wieder mit rasanten Abfahrten und inspirierenden Bergpanoramas.
In Huay Kray ist der westliche Tourismus noch nicht heimisch geworden, deshalb wohnen wir "thai-style" in ganz einfachen, aber sauberen und mit Klimaanlage ausgestattenen Bungalows.
4. Tag: Huay Kray – Doi Thung – Chiang Saen
(80 km, 1.500 hm)
Praktisch direkt am Resort beginnt der Anstieg zum Doi Tung. 800 der 1000 Meter Anstieg verteilen sich auf 18 Kilometer, dafür muß man
die letzten zweieinhalb Kilometer bei durchschnittlich 10% Steigung nochmal ordentlich in die Pedale treten.
Entlohnt wird man dafür mit einer Fahrt entlang eines Hochgrats direkt an der
burmesischen Grenze und einer Aussicht weit in die Bergwelt des thailändischen Nachbarn. Danach folgt eine der steilsten Abfahrten, die ich bislang kennengelernt habe. Die Hactabelle zeigt häufig Werte bis 25% Gefälle. Zum Glück haben wir die Route von Süden nach Norden und nicht umgekehrt
gewählt.
Im Tal erreicht man die nördlichste Grenzstadt Thailands, Mae Sai. Im belebten Basar werden Waren aller Art aus China feilgeboten - die Grenze zum Reich der Mitte liegt von hier nur knapp 150 Kilometer entfernt.
Der Weg zum Goldenen Dreieck führt uns mehr oder weniger direkt entlang des Mekong. Nach dem obligatorischen Fototermin dort und dem Blick auf die Casinos in Burma und Laos lassen wir die letzten 15 Kilometer flach ausrollen bis zu unserem Zielort Chiang Saen. Dort dürfen wir uns auf ein schönes Hotel freuen.
5. Tag: Chiang Saen – Chiang Khong – Lai Ngao
(120 km, 700 hm)
Heute ist flaches Rollen angesagt. Über weite Teile eine schöne und erholsame Panoramafahrt entlang des Mekong. Einen interessanten Stopp machen wir in der Grenzstadt zu Laos, Chiang
Khong, bei gutem Thai-Essen und gutem Café Latte.
Fernab der touristischen Hauptrouten bietet sich an diesem Tag in unserem Zielort Lai Ngao nur eine recht einfache Übernachtungsmöglichkeit. Immerhin sind auch hier die Bungalows mit Klimaanlage ausgestattet, was um diese Jahreszeit wohl eher Luxus ist. Nachts und Morgens sinken die Temperaturen auf gut unter 20°C, weshalb ein weiteres Kühlen des Schlafraums wohl nicht erforderlich sein dürfte.
6. Tag: Lai Ngao – Pu Chi Fah – Thoeng (ca. 130 km, 2.200 hm)
Noch eine ganz harte Aufgabe: Die 900 Höhenmeter bis Pha Tang haben es in sich. Steigungen zum Teil im tiefroten Bereich, häufig jenseits der 20%-Marke. Selbst die härteste Bergziege wird hier sicherlich das eine oder andere Mal vor sich hin meckern.
Doch wieder wird man für seine Mühen belohnt: Zuerst erholt man sich in Pha Tang bei Yasmintee und Dimsum und lässt den Blick in die Weite schweifen und geht dann gestärkt die kurze Rampe zum Gipfel, dem Pha Tang View Point an.
Auf den nächsten dreißig Kilometern fährt man im Hochland wellig bis Phu Chi Fah. Dort beginnt die ebenfalls gut 30 Kilometer lange und sehr schöne Abfahrt zurück ins Tal. Nach einer köstlichen Nudelsuppe geht es dann die letzte Stunde flach bis zu unserem Zielort, Thoeng. Dort gibt es kaum Tourismus, deshalb verbringen wir auch die Nacht in einem sehr einfachen Hotel, deren Zimmer aber immerhin mit Klimaanlage ausgerüstet sind.
7. Tag: Thoeng – Nam Khon Kaen – Chiang Rai
(135 km, 450 hm)
Von Thoeng aus fahren wir zunächst in Richtung Norden bis Nam Khon Kaen, dann Richtung Nordwesten, anschließend Südwesten über Wiang Chiang Rung zurück nach Chiang Rai.
Das haben wir uns verdient: Gemütliches und flaches Ausrollen ist heute angesagt.
Auf dem ganzen Weg stellt sich uns dann auch nur noch eine kleine Rampe von knapp einhundert Höhenmetern in den Weg.
Zurück in unserem Hotel in Chiang Rai stoßen wir bei einem Singha-, Chang- oder Leo-Bier auf eine gelungene und unvergessliche Tour an und gehen den Rest des Tages sicherlich ganz gemütlich an.
Am Besten gleich jetzt anfragen: kontakt@radsportferien.info oder telefonisch: +49-8247-204386

















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